Internet zum Ortstarif - FAQ
Häufig gestellte Fragen

 
 

 

Zu den Internetprovidern mit normalen Festnetzeinwahlen werden mir einige Fragen immer wieder gestellt. In dieser Fragensammlung möchte ich die wichtigsten Themen abhandeln, für weitergehende Probleme stehe ich natürlich gerne zur Verfügung.

Was passiert am 31.03.2005

XXL-Surfen und der neue Wochenend-XXL-Tarif

Warum Internet zum Ortstarif? Es gibt doch längst günstigere Provider?

Wie sieht das Ganze dann mit Call-by-Call im Ortsnetz aus?

Kann ich mit dem XXL-sunday-Tarif wirklich kostenlos surfen?

Kann ich mit dem neuen Wochenend-XXL-Tarif das ganze Wochenende kostenlos surfen?

Funktioniert das auch mit Arcor-ISDN 740, 760 bzw. 765?

Wenn die Einwahl doch kostenlos ist, wer zahlt das dann?

Wie steht es mit Kanalbündelung?

Welche Nummer soll ich nehmen? Die Liste ist so lang!

Gibt es eine Einwahlsoftware?

Ich surfe mit fli4l als Router. Was muss ich eintragen?

Muß ich mich anmelden?

Ich versuche, mich beim Provider XY einzuwählen, bekomme aber keine Verbindung!

Was ist mit DellNet? Wo sind SZ-Online, o.tel.o, Germany.net, ElsaNet, GoFreesurf und Friendfactory?

Welche Provider kann ich vom Handy aus erreichen?

Wie sieht es mit Psion und Verwandten aus?

Kann ich über die Ortstarifnummern auch WAPpen?

 

Was passiert am 31.03.2005

Die T-Com hat zum 31.03.2005 die Tarifbedingungen im XXL-Sunday so verändert, daß Interneteinwahlen nicht mehr mit der erhöhten Grundgebühr abgedeckt werden. Mit anderen Worten: kostenloses Surfen ist mit diesem Tarif dann nicht mehr möglich. Wie im Wochenend-XXL wird eine Blacklist verwendet und keine Garantie gegeben, daß alle Nummern, die nicht auf dieser stehen auch wirklich kostenlos sind. Auch die Einwahl über 'unbekannte Nummern' birgt somit ein recht hohes Risiko und wird von mir nicht empfohlen. Was bleibt an Alternativen? Nicht viel. Wer kann, sollte über den Wechsel zu DSL nachdenken, eventuell auch über einen alternativen Anbieter, soweit im eigenen Ortsnetz verfügbar. Tipps kann ich gerne auf Anfrage per mail geben. Zum Schmalband-Surfen am Wochenende bleibt dann nur noch der Wochenend-Tarif von 1und1, bei dem einige Stunden pauschal bezahlt werden.

XXL-Surfen und der neue Wochenend-XXL-Tarif

Am 3. September 2003 wurde der Deutschen Telekom AG von der Regulierungebörde die Genehmigung für einen erweiterten XXL-Tarif erteilt, der gegen einen geringen Aufpreis auf den alten XXL-Tarif nun Samstage, Sonntage und bundeseinheitliche Feiertage einschließt. Leider hat das Produkt einen Schönheitsfehler: Online-Verbindungen sind nicht mit der erhöhten Grundgebühr abgegolten, ein XXL-Surfen ist somit nicht möglich und zwar an allen betroffenen Tagen, auch sonntags. Der neue Tarif lohnt sich also nur noch für ausgesprochene Vieltelefonierer, wer nebenher per XXL surfen möchte, sollte diesen nicht abschließen.
Das Erkennen der betroffenen Einwahlnummern wird mit Hilfe einer Blacklist geregelt. Nummern auf dieser Liste (auf den ersten Blick wirkt die Liste recht komplett, nur wenige POPs fehlen) werden von Seiten der Telekom dann als Onlineverbindungen berechnet. Die Liste wird regelmäßig aktualisiert und trug bei Veröffentlichung bisher meist ein Datum etwas in der Vergangenheit. Daher ist nicht auszuschließen, daß auch rückwirkende Änderungen möglich sind, so daß auch das Verwenden 'brandneuer' Einwahlnummern ein hohes Kostenrisiko bietet. Die Einleitungssätze dieser Blacklist sind recht eindeutig zu lesen: die Blacklist ist nur eine Sammlung von Nummern, die sicher als Onlineverbindungen gesehen und daher gesondert berechnet werden. Es wird nicht ausgeschlossen, daß die Liste aktualisiert wird und daß auch für Einwahlnummern außerhalb der Liste zum Onlinetarif werden. Noch einmal: Finger weg. Wer den neuen XXL-Tarif hat und trotzdem surfen will, muß auf kostenpflichtige Fremdprodukte zurückgreifen, z.B. den Wochenend-Tarif von 1und1.
Mit dem alten XXL-Sunday-Tarif ist das Surfen seit 01.04.2005 leider ebenfalls nicht mehr möglich.

Warum Internet zum Ortstarif? Es gibt doch längst günstigere Provider?

  • Ein Internetzugang mit normalen Festnetznummern bietet zahlreiche Vorteile, die nicht unbedingt im Preis begründet liegen müssen. Unter bestimmten Umständen kann über diese Rufnummern komplett kostenlos gesurft werden:
    • mit einigen alten Arcor-Verträgen kann an Sonn- und (bundesweiten) Feiertagen kostenlos telefoniert werden. Betroffen sind hiervon alle Festnetznummern, nicht aber Sondernummern wie die 0180- bzw. 019-Gasse oder Handynummern. Die auf diesen Seiten vorgestellten Provider ermöglichen eine Einwahl über eben diese normalen Festnetznummern, daher kann kostenlos gesurft werden. Mit den XXL-Tarifen der Deutschen Telekom AG ist dies nicht mehr möglich.
    • einige Telefonieanbieter locken gelegentlich mit Sonderaktionen, so konnte in der Vergangenheit immer mal wieder für einen symbolischen Cent pro Minute oder komplett kostenlos telefoniert werden. Auch hier kann über die Ortstarif-Provider kostenlos bzw. sehr günstig das Internet genutzt werden.
  • Wer viel im Bundesgebiet unterwegs ist und gelegentlich das Internet vom Hotelzimmer aus nutzen muß, wird festgestellt haben, daß viele Rufnummern dort gesperrt sind, es gab sogar schon Berichte, daß ansonsten kostenlose 0800-Nummern berechnet werden. Eine normale Telefonnummer, bevorzugt im City-Bereich des Hotels sollte aber immer und zumindest zu halbwegs realistischen Tarifen erreichbar sein.
  • Vom Handy aus gibt es zahlreiche Möglichkeiten, ins Internet zu kommen. Leider werden dafür zum Teil horrende Preise berechnet. Für die meisten Handytarife sind allerdings Gespräche zu einer Wunschrufnummer oder im Ortsnetz des aktuellen Aufenthaltsortes verhältnismäßig preiswert, so daß eine Internetverbindung für viele Tarife z.B. 'nur' 9 Cent pro Minute kostet.

Wie sieht das Ganze dann mit Call-by-Call im Ortsnetz aus?

Selbstverständlich kann die Einwahl auf den Festnetz-Nummern auch per Call-by-Call erfolgen, seit Ende April'03 auch im eigenen Ortsnetz. Viele Call-by-Call-Vorwahlen werden hier zu günstigeren Tarifen abgerechnet, so daß die Einwahl in manchen Fällen preiswerter ist als das billigste Internet-by-Call-Angebot. Bei einigen wenigen Anbietern gelten diese Tarife auch noch im Nahbereich, also etwas über das eigene Ortsnetz hinaus. Leider verlangen einige Anbieter einen Aufschlag für Verbindungen zu Rufnummern, die außerhalb des Telekom-Netzes geschaltet sind, was für alle diese Einwahlnummern zutreffen dürfte. Verbindliche Aussagen zu den für Sie dann gültigen Tarifen kann ich nicht treffen, das kann nur der Anbieter selbst. Von meiner Seite kommen jedenfalls keine weiteren Gebühren auf Sie zu.

Kann ich mit dem XXL-sunday-Tarif wirklich kostenlos surfen?

Nein, seit 31.03.2005 ist dies nicht mehr möglich. Mit einer Änderung in den Tarifbestimmungen hat die Telekom Onlineverbindungen von der pauschalen XXL-Vergütung ausgenommen. Bekannte Einwahlnummern werden in einer Blacklist geführt, welche aber kein Vertragsbestandteil ist und daher lediglich informativen Charakter besitzt. Von Versuchen des Surfens über Einwahlnummern, die nicht in dieser Liste geführt werden, rate ich dringend ab, das kann recht schnell ziemlich teuer werden, sollte sich die Telekom entschließen, auch diese Nummern zu berechnen.

Kann ich mit dem neuen Wochenend-XXL-Tarif das ganze Wochenende kostenlos surfen?

Nein. Mit dem neuen XXL-Tarif (seit 15.09.2003 zu bestellen) kann weder Samstags noch Sonntags noch Feiertags ohne Mehrkosten gesurft werden. Die Telekom führt die vom Tarif ausgenommenen Einwahlnummern in einer sogenannten Blacklist. Selbst wenn die verwendete Nummer nicht in dieser Liste auftaucht ist das Kostenrisiko doch sehr hoch. Mein Tipp: Finger weg von heroischen Selbstversuchen. Bitte lesen Sie auch den nächsten Punkt der FAQ.

Funktioniert das auch mit Arcor-ISDN 740, 760 bzw. 765?

Teilweise. Arcor 740 und 760 werden nicht mehr vermarktet, funktioniert hat das damals aber damit. Die 765er-Tarife sind da etwas komplizierter: das alte Modell dieses Tarifes (Grundgebühr EUR 31.95) ermöglichte das Surfen am ganzen Wochenende. Die zwischenzeitlich 'verbesserte' Variante (Grundgebühr EUR 29.95) erlaubt dies nicht mehr.

Wenn die Einwahl doch kostenlos ist, wer zahlt das dann?

Die Zugänge werden über sogenannte Interconnectiongebühren finanziert. Dies sind Gebühren, die für das Nutzen fremder Telefonleitungen anfallen. Im Falle von einer Einwahl über die Telekom zahlt diese dann beispielsweise an Arcor eine Gebühr wegen der Nutzung von Arcors Leitung zum verwendeten Einwahlknoten, denn dieser liegt nicht im Netz der Telekom, sondern im Netz von Arcor. Diese Gebühren liegen sonntags bei etwa einem halben Cent pro Minute. In Zeiten immer knapper werdender Margen im Internet-by-Call-Geschäft läßt sich hier zumeist mehr verdienen als mit 'klassischem' IbC, bei dem wegen Pfennigbeträgen eine Rechnung erstellt werden muß. Kurz und knapp: wenn es sich nicht auszahlen würde, gäbe es diese Zugangsart nicht.

Wie steht es mit Kanalbündelung?

Soweit es der Provider unterstützt ist auch die Kanalbündelung bei ISDN möglich. Wird an einem kostenlosen Aktionstag eines alternativen Telefonieanbieters gesurft müssen natürlich alle verwendeten abgehenden Rufnummern (MSN) bei diesem freigeschaltet werden, sofern der Anbieter eine Anmeldung erfordert. Sofern Sie sich per Call-by-Call einwählen fallen bei zwei Leitungen natürlich auch die doppelten Kosten an. Es bedarf wohl keiner weiteren Erwähnung, daß Sie telefonisch nur schlecht erreichbar sind, wenn Sie mit beidem ISDN-Kanälen im Internet surfen und Ihr ISDN-Treiber -einige Karten bzw. Treiber unterstützen dieses Feature nämlich- bei eingehenden Telefongesprächen keine 'Leitung' freigibt.

Welche Nummer soll ich nehmen? Die Liste ist so lang!

Sofern Sie einen günstigeren Tarif für Ortsgespräche verwenden wollen, bietet es sich an, eine Nummer aus Ihrem eigenen Ortsnetz (gleiche Vorwahl) zu verwenden. Bei Einwahl per Handy: probieren Sie's aus, mit welcher Nummer Ihr Handy am besten harmoniert.

Gibt es eine Einwahlsoftware?

Thoralf Kobert hat einen Freeware-Dialer entwickelt, der die auf meinen Seiten vorgestellten Einwahlnummern aller Provider verwendet. Das Programm erlaubt die Auswahl der bevorzugten Einwahlknoten und probiert diese bis zur erfolgreichen Einwahl durch. Über bevorzugte Auswahl meiner Einwahlnummern würde ich mich natürlich freuen. Bitte wenden Sie sich mit Fragen zu diesem Programm nicht an mich, sondern an den Autor.
Wem es nur um die Auswahl eines Providers je nach Wochentag geht, dem sei die Freeware DFÜWahl empfohlen. Hiermit lässt sich z.B. ein Anbieter für Sonntag und einer für den Rest der Woche festlegen.

Ich surfe mit fli4l als Router. Was muss ich eintragen?

Einen Ausschnitt aus meiner fli4l-Config für Internet zum Ortstarif habe ich hier bereitgestellt. Eventuell sind für Ihren speziellen Einsatz noch kleinere Änderungen nötig.

Muß ich mich anmelden?

Nein. Die aufgeführten Provider sind alle ohne Anmeldung verwendbar. Sofort lossurfen können Sie beispielsweise mit folgenden Daten: Einwahlnummer 0203-9411, login: freesurf@internet-ortstarif.de, Passwort: xxl

Ich versuche, mich beim Provider XY einzuwählen, bekomme aber keine Verbindung!

Versuchen Sie es mehrfach hintereinander, dann auf einer anderen Einwahlnummer oder probieren Sie es später erneut. Mit dem Ende des kostenlosen XXL-Surfens am 31.03.2005 ist damit zu rechnen, daß die Einwahlnummern Stück für Stück stillgelegt werden, da das Betreiben der Knoten für die Provider nicht mehr kostendeckend sein dürfte.

Was ist mit DellNet? Wo sind ElsaNet, o.tel.o, Germany.net, GoFreesurf und Friendfactory?

Diese Provider nutzten Einwahlnummern von Viag Interkom, welche zum 01.03.01 deaktiviert wurden. Keine Chance, Sie müssen einen anderen Anbieter wählen. SZ-Online hat im Frühjahr 2002 die Segel gestrichen.
o.tel.o und Germany.net sind weiterhin erreichbar, werden nun aber unter dem Namen Arcor weiterverwaltet. Alle Nummern wurden übernommen.

Welche Provider kann ich vom Handy aus erreichen?

Vom Handy aus können Sie alle in der Liste genannten Anbieter anwählen. Achtung E-Plus-Nutzer: alle diese Verbindungen werden als Datenverbindungen mit dem dafür geltenden Tarif abgerechnet. Bitte Preislisten beachten, dies sind dann meist keine billigen Ortsverbindungen.
Für Datenverbindungen vom Handy aus darf ich auf eine weitere spezialisierte FAQ verweisen.

Wie sieht es mit Psion und Verwandten aus?

Für Psion 5MX, Revo, HP 100LX/200LX hat Günther Eisele eine Datenbank erstellt. Weitere Infos hier.

Kann ich über die Ortstarifnummern auch WAPpen?

Klar, sofern es das Handy zulässt. Ich möchte hier auf eine hervorragende FAQ verweisen, da dies nicht gerade mein Spezialgebiet ist.

Stand: 22.02.2005

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